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Menahem Pressler (* 16. Dezember 1923 in Magdeburg; † 6. Mai 2023 in London), geboren als Max Pressler, war ein deutsch-israelischer Pianist und Gründer des Beaux Arts Trios.
Max Pressler wurde 1923 in Magdeburg als Sohn einer jüdischen Familie geboren. Sein Vater war Herrenausstatter. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 musste er als Jude das Gymnasium verlassen. Nach den Novemberpogromen 1938 floh die Familie 1939 über Triest nach Palästina. Presslers Großeltern und auch andere Verwandte wurden Opfer des Holocaust.
Im August 1946 nahm er erfolgreich an einem Klavierwettbewerb in San Francisco teil. Nach dem Gewinn des Debussy-Piano-Wettbewerbs studierte er in Kalifornien unter anderem bei Bruno Walter und begann eine Karriere als Solist. Seit 1955 lebt Pressler in Bloomington, Indiana. Nach seinem Umzug in die USA hatte er auch seinen Vornamen geändert, womit er seinem Judentum und seinem Bekenntnis zu Israel Ausdruck verleihen wollte. Im selben Jahr noch gründete er das weltweit über 50 Jahre führende Klaviertrio Beaux Arts Trio, das 2008 aufgelöst wurde. Pressler ist Professor an der Indiana University Music School und weiterhin als Solist tätig. Mit dem Beaux Arts Trio spielte Pressler mehr als 50 Schallplattenaufnahmen ein, als Solokünstler über 30 Aufnahmen.
Seit 1956 tritt Pressler regelmäßig auch in Deutschland auf; Honorare spendet er für karitative Zwecke in Israel. Auf Initiative des Geigers Daniel Hope wurde Pressler im Jahr 2012 in Deutschland eingebürgert.
Im Januar 2014 gastierte Menahem Pressler im Alter von neunzig Jahren erstmals bei den Berliner Philharmonikern mit Mozarts Klavierkonzert Nr. 17. Bei deren Silvesterkonzert im selben Jahr spielte er Mozarts Klavierkonzert Nr. 23. Am 18. Oktober 2015 wurde Menahem Pressler im Alter von 91 Jahren mit dem ECHO Klassik in der Kategorie Würdigung des Lebenswerkes ausgezeichnet. 2016 spielte er wenige Tage vor seinem 93. Geburtstag in Bremen mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen wieder das 23. Klavierkonzert A-Dur (KV 488) von Mozart und wurde mit standing ovations gefeiert.
Seit dem Tod ihres Mannes im Jahr 2016 ist die ehemalige Konzertmanagerin Lady Annabelle Weidenfeld die Lebensgefährtin von Menahem Pressler.
Zu seinen Ehren verleiht das Land Sachsen-Anhalt seit 2017 den Menahem-Pressler-Preis. Die Auszeichnung richtet sich an Musikschüler, die sich durch hohe künstlerische Leistungen in der Musikschulausbildung und besondere Erfolge in Wettbewerben ausgezeichnet haben.
(Wikipedia)
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