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Michael Tilson Thomas (auch als MTT bekannt; * 21. Dezember 1944 in Los Angeles, Kalifornien; † 22. April 2026 in San Francisco, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Dirigent, Pianist und Komponist. Er war von 1995 bis 2020 Chefdirigent des San Francisco Symphony Orchestra.
Tilson Thomas studierte an der University of Southern California Klavier bei John Crown, Komposition und Dirigieren bei Ingolf Dahl. Als junger Pianist spielte er 1963 in Los Angeles u. a. mit Gregor Piatigorsky und Jascha Heifetz. Unter der Aufsicht Igor Strawinskis wirkte er an der Weltersteinspielung der vierhändigen Version für Klavier des Sacre du printemps mit. 1966 war er Assistenzdirigent in Bayreuth und gewann 1969 den Koussevitzky-Preis in Tanglewood.
1973 wurde Tilson Thomas Chefdirigent des Buffalo Philharmonic Orchestra. Er dirigierte regelmäßig beim Boston Symphony Orchestra, London Symphony Orchestra (1988–1995 Chefdirigent, später Principal Guest Conductor) und Los Angeles Philharmonic Orchestra.
1990 führte er seine Komposition Aus dem Tagebuch der Anne Frank auf. Weitere Kompositionen von ihm sind u. a. Showa/Shoah, Urban Legend, Island Music, Notturno, Street Song, Agnegram. Tilson Thomas lebte mit seinem Ehemann Joshua Robison in San Francisco.[7] Dieser war am 22. Februar 2026 gestorben, auf den Tag genau zwei Monate vor Tilson Thomas.
(Wikipedia)
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