Album Description

Mit I’ve Got the World on Six Strings widmet sich Laurence Juber dem Werk des amerikanischen Komponisten Harold Arlen und überträgt zwölf Klassiker des Great American Songbook auf die akustische Gitarre. Dabei zeigt der ehemalige Wings-Gitarrist eindrucksvoll, wie vollständig eine einzelne Gitarre klingen kann: Melodie, Basslinien, Akkorde und rhythmische Akzente verschmelzen in seinen Fingerstyle-Arrangements zu einem vielschichtigen Gesamtbild. Stücke wie I’ve Got the World on a String, Get Happy oder It’s Only a Paper Moon besitzen Schwung und spielerische Leichtigkeit, während Juber bei Stormy Weather, Over the Rainbow und Come Rain or Come Shine eine ruhigere, bluesige und ausgesprochen gefühlvolle Seite zeigt. Besonders reizvoll ist, dass er die bekannten Melodien nicht einfach reproduziert, sondern mit veränderten Tempi, Reharmonisierungen, Walking-Bass-Linien und jazzigen Voicings neu interpretiert. The Man That Got Away erhält beispielsweise durch einen Bossa-Nova-Charakter eine überraschend neue Färbung. Trotz der technischen Raffinesse wirkt Jubers Spiel niemals wie eine reine Demonstration seiner Virtuosität; die Melodie und der Charakter der jeweiligen Komposition bleiben stets im Mittelpunkt. Gerade dadurch entfalten die teilweise jahrzehntealten Stücke eine bemerkenswerte Frische. I’ve Got the World on Six Strings verbindet Jazz, Blues und Fingerstyle zu einem eleganten, warmen und musikalisch äußerst detailreichen Album und gehört zu den besonders interessanten Aufnahmen für Liebhaber anspruchsvoller akustischer Gitarrenmusik.
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